Die Zukunft der Krebsforschung ist digital: Eine gut funktionierende Infrastruktur schafft für die Zukunft eine große gemeinsame Datenbasis und fördert relevante und patientenzentrierte Versorgungsforschung.

Flexible IT-Strukturen an allen WERA Standorten

Alle vier Standorte des WERA Netzwerks verfügen über ausgereifte IT-Infrastrukturen. Die Krankenhausinformationssysteme (KIS) stellen den Behandler:innen zu jeder Zeit klinisch relevante Patienteninformationen zur Verfügung. Datenintegrationszentren (DIZ) verschmelzen individuelle Patientendaten – etwa aus Bildgebung und Molekularpathologie – mit den klinischen Patienteninformationen und ermöglichen so bestmögliche Behandlung und relevante klinische Forschung. Der Schutz hochsensibler Daten vor dem Zugriff Dritter ist jederzeit gewährleistet und wird durch lokale Use&Access-Komitees sichergestellt und überwacht.

IT als Grundpfeiler eines aktiven WERA Netzwerks

Etablierte IT-Schnittstellen ermöglichen die digitale Zusammenarbeit innerhalb des WERA Netzwerkes. Daneben ist die funktionierende IT der Grundpfeiler von Kooperationen auf regionaler und nationaler Ebene. Hierzu zählt das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) als Zusammenschluss aller Universitätskliniken Bayerns. Aktuell planen BZKF-Vertreter aller sechs Standorte die Etablierung eines bayernweiten Molekularen Tumorboards, in welchem besonders komplexe Patientenfälle besprochen werden. Auch das erweiterte Netzwerk des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), in welchem die CCC Allianz WERA als eine von vier zukünftigen Partnern ausgewählt wurde, wäre ohne funktionierende IT-Infrastruktur nicht denkbar.

Bei der Umsetzung dieser Kooperationen ist es außerdem wichtig, keine IT-Doppelstrukturen zu schaffen und – insbesondere in Bereichen wie der Molekularpathologie – möglichst viele Standards frühzeitig und deutschlandweit zu harmonisieren. Durch ihre federführende Mitwirkung im Rahmen der Medizininformatik-Initiative (MI-I) sowie die aktive Gremienarbeit bei der Deutschen Krebshilfe (AG Digitale Onkologie) verfügen WERA Vertreter über eine ausgewiesene Expertise.

IT-nahe Forschungsprojekte im WERA Verbund

Die Nutzung der identischen Dokumentations-Plattform/-Software an allen vier Krebsregister-Standorten schafft für die Zukunft eine große gemeinsame Datenbasis und fördert relevante und patientenzentrierte Versorgungsforschung.

In zahlreichen weiteren Forschungsprojekten beschäftigen sich WERA Forscher:innen zudem mit digitalen und innovativen Lösungen in der Patientenversorgung:

  • Personalisierte Onkologie für Brustkrebs-Patientinnen – DigiOnko-Projekt (weitere Informationen)
  • Liquid Biopsies zur Therapiesteuerung bei soliden Tumoren (weitere Informationen)
  • Versorgungsforschung zu Ernährung und körperlicher Aktivität von Patient:innen mit einer Krebserkrankung (weitere Informationen)
  • Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Erkennung von Adenomen und Karzinomen im Rahmen der gastroenterologischen Endoskopie (weitere Informationen)