In Deutschland werden jährlich ca. 500.000 Menschen mit einer Krebserkrankung neudiagnostiziert und mit den damit verbundenen Konsequenzen konfrontiert. Die Diagnose Krebs ist für Betroffene und deren Angehörige eine große Herausforderung, die viele Fragen und Ängste aufwirft. Große Mengen an Informationen müssen in kürzester Zeit verarbeitet und viele Termine wahrgenommen werden.

Neben der Unterstützung bei psychischen Belastungen bieten wir Ihnen weitere Beratungen zu verschiedenen Themen, die für Sie mit oder nach einer Krebserkrankung von Bedeutung sein können.

Psychotherapeutisches Angebot für Angehörige und Familien

Die Diagnose Krebs ist eine besondere Herausforderung für die ganze Familie und für die Angehörigen. Beratungsstellen bieten für Familien mit krebskranken Kindern oder Erwachsenen wertvolle Unterstützung an: Wir begleiten Sie in dieser Zeit und möchten Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Angehörigen helfen, die schwierige Situation gut zu bewältigen.

Würzburg:

Kleeblatt: Krebsberatung für Familien
Elterninitiative Regenbogen für leukämie- und tumorkranke Kinder Würzburg e.V.

Erlangen:

Psychotherapeutisches Angebot für Kinder krebskranker Eltern
Elterninitiative krebskranker Kinder Erlangen e.V.

Regensburg:

Patienten- und Angehörigenhaus der Leukämiehilfe

Augsburg:

KiYo: Kids & Youngsters krebskranker Erwachsener

Die Behandlung von Krebs ist körperlich wie psychisch belastend. Bewegung beziehungsweise ein strukturiertes körperliches Training können dazu beitragen,  Komplikationen und Nebenwirkungen abzumildern oder auch zu vermeiden.
Körperliche Aktivität wirkt sich nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf seelischer und sozialer Ebene aus, und ist vor, während und nach der medizinischen Therapie individuell angepasst möglich. Ziel des körperlichen Trainings ist der Erhalt und die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Lebensqualität sowie das Vorbeugen und die individuelle bewegungstherapeutische Unterstützung bei Nebenwirkungen.
In der Bewegungsberatung werden Fragen zum Bewegungsverhalten geklärt und auf die individuelle Situation der Patient:innen eingegangen.

Würzburg

Erlangen

Regensburg:

Augsburg

Essen, ein essentielles Grundbedürfnis des Menschen, wird während einer Krebserkrankung durch die Erkrankung, die Therapien und psychische Belastung stark beeinflusst. Sichtbar werden die Veränderungen meist durch einen ungewollten Gewichtsverlust und das Entstehen einer Mangelernährung. Das Ausmaß der Mangelernährung hat Einfluss auf die Prognose, die Komplikationshäufigkeit und die Lebensqualität.
Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig Ernährungsprobleme zu erkennen und zu behandeln und somit eine Mangelernährung aufzuhalten oder zu vermeiden. Unsere Beratungsangebote helfen, die Behandlungs- und Lebensqualität unserer Patient:innen zu verbessern.

Würzburg

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Regensburg

Augsburg

Viele Patient:innen wünschen sich eine stärkere Beachtung komplementärer-naturheilkundlicher Verfahren während ihrer Behandlung. Wissenschaftliche Studien belegen positive Effekte für einige dieser Verfahren in Hinblick auf die Lebensqualität und Beschwerdebesserung. Zu diesen zählen beispielweise Yoga, Akupunktur, Aromatherapie und einzelne pflanzliche Arzneimittel.
Allerdings bergen einige der Verfahren auch Risiken. So existieren beispielsweise Wechselwirkungen zwischen Chemotherapeutika und pflanzlichen Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln. Die Unkenntnis bei der Auswahl der entsprechenden Verfahren kann somit zum Risikofaktor werden und den Therapieerfolg beeinträchtigen.
Wir bieten Ihnen als Patient:in eine wissenschaftlich fundierte, qualifizierte Beratung zu komplementärer Pflege und Medizin an. Weiterhin zeigen wir Ihnen Wege auf, wie Sie mit Hilfe komplementärer naturheilkundlicher Maßnahmen Nebenwirkungen unter der Therapie lindern und eine bestmögliche Lebensqualität erhalten können.

Würzburg

Erlangen

Der Ausbruch einer Krankheit und die damit verbundene Einweisung in ein Krankenhaus stellen die meisten Menschen vor eine neue Situation. Sie finden sich in einer oft fremden Umgebung wieder, wichtige Entscheidungen sind zu treffen, manchmal ist der gesamte bisherige Lebensentwurf infrage gestellt.
Klinikseelsorge versteht sich als Gesprächsangebot, das Raum eröffnet, die augenblicklichen Gefühle, Wünsche, Ängste und Hoffnungen zu ergründen und miteinander zu teilen. Bei unseren Seelsorger:innen können Sie Ihre Fragen, Sorgen und Ängste, Hoffnungen und Wünsche aussprechen: Wir respektieren und achten Ihre Weltanschauung und Spiritualität. Wir hören Ihnen zu. Wir sprechen mit Ihnen. Wir feiern mit Ihnen Gottesdienste und die Sakramente. Auf Wunsch beten wir mit Ihnen und segnen Sie. Wir freuen uns mit Ihnen über Ihre Genesung. Wir sind da für Sie, auch am Lebensende.

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Krebs kann in jedem Alter auftreten. Die Mehrzahl der Patient:innen in Deutschland ist bereits im Rentenalter, wenn die Krebsdiagnose gestellt wird. Je älter Betroffene werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich gesundheitliche Einschränkungen im Alltag stark auswirken und sie auf Hilfe angewiesen sind. Dies gilt vor allem dann, wenn sich auch eine Demenz abzuzeichnen beginnt.
Wichtig für Patient:innen wie Angehörige: Viele Entscheidungen werden leichter, wenn man über ausreichende Informationen verfügt. Wissen kann die Angst nehmen, etwas falsch zu machen oder etwas Wichtiges zu verpassen. Unsere Informations- und Beratungsangebote begleiten auch ältere Patient:innen durch die Krebstherapie, um ihre Mobilität, Unabhängigkeit und Selbständigkeit zu bewahren.

Würzburg

Onkologische Erkrankungen werden immer häufiger mit Medikamenten in oraler Form (Tabletten, Kapseln oder Dragees) behandelt. Für die betroffenen Patient:innen ist die eigenständige Einnahme zu Hause sehr komfortabel. Sie ist meist mit einem geringeren Zeitaufwand und selteneren Arztbesuchen verbunden als eine intravenöse Chemotherapie.
Auf der anderen Seite führt die selbstständige Einnahme zu einer höheren Eigenverantwortung, da der Erfolg der onkologischen Therapie in hohem Maß von der korrekten Einnahme des Medikaments und der Therapietreue der Patient:innen abhängt. Für viele orale Tumortherapeutika sind spezielle Einnahmehinweise zu beachten. Außerdem kann es mit Nahrung sowie freiverkäuflichen oder verordneten Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen.
Patient:innen müssen besonders gut darüber aufgeklärt werden, welche Nebenwirkungen auftreten können und wie sich diese äußern. Wichtig ist auch zu besprechen, wie Betroffene zur Vorbeugung von Nebenwirkungen beitragen können und wann das Behandlungsteam kontaktiert werden muss.
All diese Punkte erfordern eine engmaschige Therapiebegleitung durch ein interprofessionelles, entsprechend geschultes und erfahrenes Behandlungsteam.

Erlangen

Die Palliativmedizin bietet für Patient:innen sowie für ihre Zugehörigen umfangreiche konsiliarische und ambulante Beratung und Mitbehandlung an – gerade bei schwerer, fortgeschrittener Erkrankung, bei komplexen physischen und psychosozialen Belastungen oder in krisenträchtigen Erkrankungssituationen.
Dabei besteht eine enge Verzahnung mit den anderen Unterstützungsbereichen (Sozialdienst, Psychoonkologie, Ernährungs- und Bewegungstherapie, Ethikberatung u.a.).
So kann eine umfassende, multiprofessionelle, frühzeitige, sektorenübergreifende Überstützung auch in besonders belasteten Situationen bewerkstelligt werden.

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Eine Krebserkrankung und die notwendige Therapie bedeuten für Betroffene und deren Angehörige einen großen Einschnitt in das bisherige Leben, oft verbunden mit einer seelischen Erschütterung und enormer Belastung. Manchmal treten Verzweiflung und Angst, auch Unruhe, Schlaflosigkeit oder eine depressive Stimmungslage auf. Die psychoonkologische Mitbehandlung dient hauptsächlich zur Krankheitsverarbeitung und Behandlungsbewältigung. Sie zielt darauf ab, die Lebensqualität sowie das psychische Befinden positiv zu beeinflussen.
Ein Team von Psycholog:innen, das mit der Thematik vertraut ist, steht zur Verfügung. Im vertraulichen Gespräch – auch am Krankenbett – können aktuelle Probleme und Sorgen überdacht und Lösungen entwickelt werden. Vielleicht tut es Ihnen auch einfach nur gut, mit jemandem zu reden, der nicht persönlich betroffen ist, der sich mit der “Krebsproblematik” auskennt und den man belasten darf.
Manchmal sind auch weitere Informationen über die Erkrankung, ambulante Beratungsstellen und Therapiemöglichkeiten oder Auskünfte über Selbsthilfegruppen hilfreich.

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Nach der Diagnose einer Krebserkrankung stellen sich häufig Fragen, die die Folgen der Erkrankung betreffen und über das rein Medizinische hinausgehen. Sozialdienste informieren und beraten zu allen sozialen und sozialrechtlichen Fragestellungen, Rehabilitation, Schwerbehindertenrecht, sonstigen Leistungen der Sozialversicherungsträger, zur Berufstätigkeit und zu finanziellen Hilfsmöglichkeiten.
Die Mitarbeitenden der Sozialdienste unterstützen Sie darüber hinaus im Kontakt mit Ämtern und Behörden, leisten konkrete Hilfe, etwa bei Antragstellungen, und helfen Ihnen und Ihrer Familie bei der Bewältigung von krankheitsbedingten psychosozialen Belastungen.

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Studien dienen dem Ziel, gezieltere und wirksamere Strategien in Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen zu erforschen und zu entwickeln und damit die gezielte Behandlung von Patient:innen zu verbessern. Um innovative Forschungsergebnisse möglichst zeitnah für krebskranke Patient:innen nutzbar zu machen, ist eine zügige Umsetzung der dazu notwendigen klinischen Studien wichtig. Hierfür ist neben anderen Faktoren häufig die erfolgreiche Beteiligung geeigneter Patient:innen von großer Bedeutung.

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an unsere Zentralen Anlaufstellen oder an das BürgerTelefonKrebs des BZKF.

Selbsthilfe

Vielleicht suchen Sie Kontakt zu anderen Betroffenen? Wir arbeiten auch mit einem großen Netzwerk an Selbsthilfegruppen zusammen und helfen bei der Kontaktaufnahme.

Für den Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit Gleichbetroffenen – ob in Einzelgesprächen, mit oder ohne Ihre Angehörigen oder auch bei Gruppentreffen –können Sie sich gerne an diese Ansprechpersonen wenden:

Weitere Online-Angebote

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