
Die Verbesserung der medizinischen und organisatorischen Versorgungsprozesse, der Lebensqualität von Patient:innen sowie der politischen Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung stehen im Fokus des Forschungsschwerpunktes „Versorgungsforschung“.
CCC WERA verfolgt dabei einen disziplinübergreifenden Ansatz, welcher den direkten Austausch zwischen Forschung und klinischer Praxis fördert. Ein wesentlicher Aspekt dieses Ansatzes ist die starke Patientenorientierung, die sicherstellt, dass die Versorgung stets an den Bedürfnissen der Patient:innen ausgerichtet ist. Dazu zählt auch die Integration von Patient Reported Outcomes (PROs), also die Einschätzung von Patient:innen über ihren Gesundheitszustand.
Die Zusammenarbeit an den WERA Standorten wird durch die Verwendung eines einheitlichen Tumordokumentationssystems und die CCC WERA Outcomes Research Platform erleichtert. Durch die Plattform wird vor allem die Vernetzung der einzelnen Standorte nach innen weiter verbessert und intensiviert. Dabei gilt es, Parallelstrukturen zu vermeiden und durch Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen komplementäre standortübergreifende Synergien zu schaffen. Ziel ist es, die gemeinsame Forschung auf ein neues Level zu heben und u.a. die Anzahl neu initiierter Studien zu erhöhen.
“Real World Outcome” und Epidemiologie
Im Bereich „Real World Outcome“ werden Daten/Ergebnisse aus dem realen Versorgungsalltag untersucht. Dies reicht von der Einschätzung der sektorenübergreifenden Behandlungsqualität, über die Erfassung spezifischer Patientenbedürfnisse, Risiko-Nutzen-Bewertungen sowie Veränderungen der Lebensqualität unter einer bestimmten Therapie, bis hin zur Einschätzung von Kosten bestimmter Krankheiten und Behandlungsansätzen. Darüber hinaus untersucht CCC WERA epidemiologische Daten zur Prävalenz bestimmter Krebserkrankungen sowie deren Verbreitung und mögliche Einflussfaktoren. Ausgewählte Ergebnisse dieser Forschungen werden in die Leitlinienempfehlungen sowie Richtlinien der Fachgesellschaften einbezogen.
Lebensqualität
Ein wichtiges Untersuchungsfeld in der Gesundheitsversorgung und ein entscheidender patientenspezifischer Parameter ist die Lebensqualität. Durch multidisziplinäre Projekte und die Einbindung der Patient:innen und/oder Patientenvertreter:innen bereits in das Design von Forschungsprojekten ermöglicht CCC WERA eine ganzheitliche Erfassung der Lebensqualität in der Krebsbehandlung.
Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention
Präventionsmaßnahmen zielen darauf ab, die Krebsentstehung zu verhindern (Primärprävention), frühzeitig zu erkennen, um Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern (Sekundärprävention) oder Krankheitsfolgen zu mildern bzw. das Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern (Tertiärprävention). In diesen Bereichen werden u.a. der Einsatz von neuen Technologien, insbesondere von künstlicher Intelligenz (KI), hinsichtlich der Verbesserung der Krebsfrüherkennung/-vorsorge untersucht.












